Der Begriff  Transpersonale Psychologie

 

befasst sich mit den Grenzthemen des Seins. In sie fließen Einsichten aus veränderten Bewusstseinszuständen, Ansätze westlicher Psychologie und das überlieferte Wissen (teilweise fernöstlich) mystischer Traditionen bis hin zu Nahtoderfahrungen mit ein. So wird ein zeitgemäßer Weg der Heilung, der zu einer tiefgreifenden und umfassenden Bewusstseinstransformation im Sinne einer Ganzheit führt, ermöglicht. 

 

Die berühmtesten Vertreter und Wegbereiter der Transpersonalen Psychologie waren Erich Fromm, Carl Gustav JungViktor Frankl und Elisabeth Kübler-Ross.

 

Durch außergewöhnliche Bewusstseinszustände wie Trance, Einheitsbewusstsein mit einem höheren Selbst, Energiearbeit, Heilmeditationen und Lichterfahrungen ist es möglich diese Grenzgebiete im eigenen Unterbewusstsein zu erforschen. Dadurch kommen wir der Inneren Weisheit, dieser klugen Instanz in uns selbst, die uns sicher durch die Schwankungen des Lebens leitet, näher und lernen so nicht nur seelische Konflikte und einengende Lebensmuster zu überwinden, sondern auch für transzendente Wirklichkeitsbereiche durchlässiger zu werden. 

 

Wer sich auf diesen Prozess einlassen möchte, wird im Alltag von tiefen Seinserfahrungen und spirituellen Einsichten profitieren. Der spirituelle Mensch fühlt sich geborgen und getragen von etwas Größerem und begegnet sich selbst und anderen mit mehr Achtsamkeit und Mitgefühl. Ihm steht die ganze Kraft der Liebe und Intuition zur Verfügung.

 

Wenn ich mit Klient*innen arbeite, die schwere Verluste, seelische Krisen oder Schicksalsschläge zu verarbeiten haben, überprüfe ich im Rahmen ihrer Suche nach dem Sinn ihres Leidens auch immer ihre spirituellen Überzeugungen. Viele fragen sich, ob es überhaupt einen "Gott" - eine höhere Instanz - geben kann, wenn er bestimmte Ereignisse im Leben und in der Welt zulässt. Wenn Menschen vor ihrer persönlichen Konfrontation mit einer Lebenskrise keinerlei Beziehung zu irgendeiner Form von Spiritualität hatten, empfinden sie bei ihren Bemühungen ihrem Leben einen Sinn zu geben oft eine tiefe Leere und Sinnlosigkeit. 

 

Ich bestätige meine Klient*innen den Sinn ihrer schwer oder kaum zu bewältigenden Erfahrungen als Teil ihrer persönlichen menschlichen Entwicklung und helfe ihnen, eine neue Bewusstseinsebene zu erreichen und zur Lebendigkeit ihrer eigenen spirituellen Erfahrungen zu gelangen. Durch das Beharren auf der Ungerechtigkeit Schmerz erleiden zu müssen halten manche Menschen nämlich unbewusst an ihrem Schmerz fest und vermeiden so ihm zu entwachsen oder sich spirituell zu entwickeln. Durch das Zulassen auch von der Tiefendimension des Seins angerührt zu werden wächst dann (oft erstmalig) ein ganz grundsätzliches Urvertrauen heran.

 

Ich erlebe in meiner Arbeit sehr häufig, dass ein Schicksalsschlag einen Menschen (wieder zurück) zu sich selbst bringen kann, (zurück) zu seiner inneren Kraft und auf seinen eigentlichen Weg. In seinem Leid entdeckt der Mensch seine Lebensfreude wieder, seinen Lebensmut, seinen Kampfgeist und seine Leidenschaft. Er entdeckt seinen inneren göttlichen Kern und entwickelt Kräfte, die niemand in ihm vermutet hätte, am wenigsten er selbst. Die Furcht, die damit einhergeht ist sogar ein Anzeichen für Wachstum und Reifung und Ausdruck eines Augenblicks, in dem ein Mensch dabei ist, sich etwas Größerem zu öffnen als der Welt, in der er bisher gelebt hat.