Wer sich mit Spiritualität befasst, hat oftmals eine Lebenskrise durchzustehen oder sucht nach einem tieferen Sinn des Lebens und beginnt sich Fragen zu stellen wie zB diese:

  • Weshalb muss gerade ich so schwere Zeiten durchleben?
  • Was ist der Sinn meines Leidens / meines Lebens?
  • Wie kann ich größere Zufriedenheit / wirkliches Glück finden?
  • Wer bin ich  eigentlich?

Wenn man schwere Verluste, seelische Krisen oder Schicksalsschläge zu verarbeiten hat kann es im Rahmen einer Sinnsuche sehr hilfreich sein auch die eigenen spirituellen Überzeugungen zu erforschen. Viele Menschen fragen sich, ob es überhaupt einen "Gott" - eine höhere Instanz - geben kann, wenn er bestimmte Ereignisse im Leben und in der Welt zulässt. Und wenn jemand vor der persönlichen Konfrontation mit einer Lebenskrise noch keinerlei Beziehung zu irgendeiner Form von Spiritualität hatte, empfindet er/sie bei Bemühungen diesem Leiden einen Sinn zu geben oft eine tiefe Leere und Sinnlosigkeit oder auch Wut. Hypnose kann dabei helfen, diese Lebens-Wut in Lebens-Mut umzuwandeln und in ein gänzlich neues Selbstverständnis.

 

Leidvolle Erfahrungen können als Teil der persönlichen menschlichen Entwicklung akzeptiert und eine neue Bewusstseinsebene erreicht werden, wodurch man zur Lebendigkeit der eigenen spirituellen Erfahrungen gelangen kann. Im Zulassen von der Tiefendimension des Seins angerührt zu werden wächst dann ein ganz grundsätzliches Urvertrauen heran, und sehr oft wird es dann möglich, dass eine Krise, ein Schicksalsschlag einen Menschen (wieder zurück) zu sich selbst bringen kann, (zurück) zu seiner inneren Kraft und auf seinen eigentlichen Weg. In seinem Leid entdeckt der Mensch seine Lebensfreude wieder, seinen Lebensmut, seinen Kampfgeist und seine Leidenschaft. Er entdeckt seinen inneren göttlichen Kern und entwickelt Kräfte, die niemand in ihm vermutet hätte, am wenigsten er selbst! 

    

Die Furcht, die mitunter damit einhergehen kann ist dabei sogar ein Anzeichen für Wachstum und Reifung - und Ausdruck eines Augenblicks, in dem ein Mensch dabei ist, sich etwas Größerem zu öffnen als der Welt, in der er bisher gelebt hat. 

 

Die Transpersonale Psychologie befasst sich mit diesen Grenzthemen des Seins, die über die vordergründige und faktische Ebene des Lebens wie Beruf, Familie, Beziehungen, Freizeit, Hobbies etc. hinausweisen kann auf dahinter liegende, tiefgründigere Fragen des Lebens. Durch außergewöhnliche  Bewusstseinszustände wie

  • Trance und Hypnose
  • Einheitsbewusstsein mit einem höherem Selbst
  • Heilmeditationen und
  • Lichterfahrungen

ist es möglich diese Grenzgebiete im eigenen Unterbewusstsein zu erforschen. Dadurch können wir uns selbst und unserer "Inneren Weisheit", die uns sicher durch die Schwankungen des Lebens leitet, näher kommen und lernen nicht nur äußere Krisen, seelische Konflikte und einengende Lebensmuster zu überwinden, sondern auch für transzendente Wirklichkeitsbereiche durchlässiger zu werden. 

 

Mit Hypnose kann der spirituelle suchende Mensch von einem linearen, rein faktenbezogenen Lebens- und Leistungskonzept in ein nachhaltiges Kreislaufmodell des Lebens gelangen und ein Einheitsbewusstsein über das Werden und Vergehen entwickeln. Unsere Ausstrahlung, unser Charisma und unser Energiefeld stärken sich, wenn wir

  • positiv und möglichst ohne Bewertungen und Urteil denken und formulieren
  • unseren Geist mit Meditationen, Atemübungen, Düften und Klängen nähren
  • musizieren, singen, malen, Bewegung machen etc.
  • unser Ego (Besitz- und Leistungsdenken...) zugunsten unserer psychischen Gesundheit regulieren
  • anderen helfen und Gutes tun
  • Freude und Dankbarkeit leben, uns selbst und andere mit Milde und Güte behandeln
  • so oft wie möglich Zeit in der Natur / an Kraftorten verbringen
  • die Heilkräfte unserer Imagination und Vorstellungswelt zulassen und nutzen

Wer sich auf diesen schöpferischen Wandlungsprozess einlassen möchte, wird im Alltag von tiefen Seinserfahrungen und spirituellen Einsichten profitieren. Der spirituelle Mensch fühlt sich geborgen und getragen von etwas Größerem und begegnet sich selbst und anderen mit mehr Achtsamkeit, Würde und Mitgefühl. Ihm steht die ganze Kraft der Liebe und Intuition zur Verfügung - Abwertungen, Kategorisierungen, Verurteilungen und Rechthaberei  "braucht" er nicht mehr; der Mensch ist dann frei.

 

Die berühmtesten Vertreter und Wegbereiter der Transpersonalen Psychologie waren Erich Fromm, Carl Gustav JungViktor Frankl und Elisabeth Kübler-Ross.

 

Diese Themen tauchen jedoch nicht nur auf, wenn wir schwere Schicksalsschläge zu verkraften haben oder ausgebrannt sind, sondern sie beschäftigen auch Menschen, die oberflächlich gesehen "alles haben", also beruflich und materiell abgesichert und eingebettet in gute Partnerschaften und Freundschaften sind. 

 

Zur Mitte des Lebens hin in einer Art Zwischenbilanz oder auch wenn man unversehens mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert wird stellen sich viele Fragen oft völlig neu und es kann ein Gefühl entstehen doch "eigentlich alles erreicht zu haben" und dennoch von einer inneren Unruhe, Leere oder Unzufriedenheit bedrängt zu sein, einhergehend etwa mit dem Gefühl "das kann es noch nicht gewesen sein...".

"Meine Kunst beruht auf dem Glauben an eine universelle Energie, die alles durchströmt: vom Insekt bis zum Menschen, vom Menschen bis zum Schemen, vom Schemen bis zur Pflanze, von der Pflanze bis zur Galaxie.

Meine Arbeiten sind die Bewässerungsadern dieser universellen Flüssigkeit. Durch sie hindurch steigen die Lebenskraft der Ahnen, der Urglaube, die urzeitlichen Ablagerungen, die unbewussten Gedanken auf, die die Welt beleben.

Es gibt keine Urvergangenheit zu erlösen: Da ist diese Abwesenheit, die Verwaistheit, die ungetaufte Erde des Anfangs, die Zeit, die uns aus dem Erdinnern heraus betrachtet. Vor allem ist da die Suche nach Herkunft."

 

(Ana Mendieta, kubanisch-amerikanische Künstlerin)