Viele Menschen beginnen sich mit Spiritualität zu befassen, wenn sie eine schwierige Lebenskrise durchzustehen oder einen schweren Verlust erlitten haben, wenn eine (lebensbedrohliche) Erkrankung diagnostiziert wurde oder jemand generell nach einem tieferen Sinn im Leben sucht. Spiritualität kann in solchen Situationen eine unmittelbare Ressource sein, zB wenn sich Betroffene Fragen zu stellen beginnen wie:

  • Weshalb muss gerade ich so schwere Zeiten durchmachen?
  • Was ist der Sinn meines Leidens / meines Lebens?
  • Was geschieht mit mir, wenn ich sterben muss oder wenn ein geliebter Angehöriger stirbt?
  • Wer bin ich eigentlich wirklich?

Wenn man schwere Verluste oder Erkrankungen, seelische Krisen oder Schicksalsschläge zu verarbeiten hat, fragen sich viele Menschen, ob es überhaupt einen "Gott" oder Ähnliches geben kann, wenn dieser bestimmte Ereignisse im Leben und in der Welt zulässt. Man empfindet bei Bemühungen seinem Leiden einen Sinn zu geben oft eine tiefe Leere und Sinnlosigkeit oder auch Wut. Hypnose und die Grenzwissenschaft der Spiritualität (Spiritual Care) kann abseits von konfessionellen Glaubensrichtungen helfen, neuen Lebens-Mut zu finden, da wo sich sonst mitunter Hoffnungslosigkeit oder gar Lebens-Wut auszubreiten beginnen.

 

Leidvolle Erfahrungen können dann als Teil der persönlichen menschlichen Entwicklung akzeptiert werden, wodurch man zur Lebendigkeit der eigenen spirituellen Erfahrungen gelangen kann. Wenn jemand plötzlich von der Tiefendimension des Seins angerührt wird, wächst oft ein ganz grundsätzliches Urvertrauen heran, und es kann dann möglich werden, dass eine Krise, ein Schicksalsschlag den Menschen (wieder zurück) zu sich selbst bringen kann, (zurück) zu seiner inneren Kraft und auf seinen eigentlichen Weg. In seinem Leid entdeckt der Mensch seine Lebensfreude wieder, seinen Lebensmut, seinen Kampfgeist und seine Leidenschaft. Er entdeckt seinen inneren "göttlichen" Kern und entwickelt Kräfte, die niemand in ihm vermutet hätte, am wenigsten er selbst! 

    

Die Furcht und der Schmerz können dabei sogar ein Anzeichen für Wachstum und Reifung sein - und Ausdruck eines Augenblicks, in dem ein Mensch dabei ist, sich etwas Größerem zu öffnen als der Welt, in der er bisher gelebt hat. Nach einem "Life Changing Event" ist nichts mehr so wie früher und nicht jedem steht die Kraft spiritueller Hoffnung von Anbeginn zur Verfügung, jedoch kann jeder Mensch mittels spiritueller Psychologie  diesen inneren Wesenskern, diese innere Haltung finden, unabhängig ob er gläubig ist oder Atheist.

 

Die Transpersonale Psychologie befasst sich mit diesen Grenzthemen des Seins, die über die vordergründige und faktische Ebene des Lebens wie Beruf, Familie, Beziehungen, Freizeit, Hobbies etc. hinausweisen auf dahinter liegende, tiefgründigere Fragen des Lebens. Durch außergewöhnliche  Bewusstseinszustände wie

  • Trance und Hypnose
  • Einheitsbewusstsein 
  • Heilmeditationen und
  • Energiearbeit und Lichterfahrungen

ist es möglich diese Grenzgebiete im eigenen Unterbewusstsein zu erforschen. Dadurch können wir uns selbst und unserer "Inneren Weisheit", die uns sicher durch die Schwankungen des Lebens leitet, näher kommen und lernen nicht nur äußere Krisen, seelische Konflikte und einengende Lebensmuster zu überwinden, sondern auch für transzendente Wirklichkeitsbereiche durchlässiger zu werden. 

 

Mit Hypnose kann der spirituelle Mensch von einem linearen, rein faktenbezogenen Lebens- und Leistungskonzept in ein nachhaltiges Kreislaufmodell des Lebens gelangen und ein Einheitsbewusstsein über das Werden und Vergehen entwickeln. Unsere Ausstrahlung, unser Charisma und unser Energiefeld stärken sich, wenn wir

  • positiv und möglichst ohne Bewertungen und Urteil denken und formulieren
  • unseren Geist mit Meditationen, Atemübungen, Düften und Klängen nähren
  • musizieren, singen, malen, Bewegung machen etc.
  • unser Ego (Besitz- und Leistungsdenken...) zugunsten unserer psychischen Gesundheit regulieren
  • anderen helfen und Gutes tun
  • Freude und Dankbarkeit leben, uns selbst und andere mit Milde und Güte behandeln
  • so oft wie möglich Zeit in der Natur / an Kraftorten verbringen
  • die Heilkräfte unserer Imagination und Vorstellungswelt zulassen und nutzen

Spirituelle Themen tauchen jedoch nicht nur auf, wenn wir schwere Schicksalsschläge zu verkraften haben oder ausgebrannt sind, sondern sie beschäftigen auch Menschen, die oberflächlich gesehen "alles haben", also beruflich und materiell abgesichert und eingebettet in gute Partnerschaften und Freundschaften sind. 

      

Zur Mitte des Lebens hin in einer Art Zwischenbilanz oder auch wenn man unversehens mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert wird stellen sich viele Fragen oft völlig neu und es kann ein Gefühl entstehen wie "Das kann noch nicht alles gewesen sein..." .

 

Wer sich auf den schöpferischen Wandlungsprozess der Spiritualität einlassen möchte, wird im Alltag von tiefen Seinserfahrungen und spirituellen Einsichten profitieren. Der spirituelle Mensch fühlt sich geborgen und getragen von etwas Größerem und begegnet sich selbst und anderen mit mehr Achtsamkeit, Würde und Mitgefühl. Ihm steht die ganze Kraft der Liebe und Intuition zur Verfügung - Abwertungen, Kategorisierungen, Verurteilungen und Rechthaberei  "braucht" er nicht mehr; der Mensch ist dann frei.


Die berühmtesten Vertreter und Wegbereiter der Transpersonalen Psychologie waren Erich Fromm, Carl Gustav Jung, Graf Carlfried DürckheimViktor Frankl und Elisabeth Kübler-Ross.